Klimawandel

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Klimawandel

Die Natur in all ihren Aspekten inspirierte mich immer wieder in meinen Werken.  Ihre unaufdringliche Schönheit, ihre Fragilität, ihre gewaltigen Naturereignisse motivieren mich genauso, wie das Spektrum, welches von der  schnelllebigen Vergänglichkeit bis hin zur die Zeiten überdauernden Nachhaltigkeit des natürlichen Systems reicht. Mit meiner Kunst will ich Klimawandel sichtbar machen, als Sprachrohr der klimatischen Veränderungen fungieren.

Unbestritten leben wir bereits mitten im Klimawandel. Seit Jahren erleben wir zunehmend extremere Wetterphänomene in allen Teilen der Welt gleichwie auch in Österreich: Rückläufige Niederschlagsentwicklungen führen zur Verknappung der lebensnotwendigen Ressource Wasser. Das Schrumpfen der Gletscher hat bedrohliche Maße angenommen und Bewohner von Bergregionen sind verstärkt von Erdrutschen, Murenabgängen und Steinschlag betroffen.

Doch es gibt Hoffnung.

Wie unwirtlich, wie lebensfeindlich auch immer die Umstände sein mögen, die Natur – das Leben – findet immer einen Weg zu überdauern. In meiner Arbeit mache ich den Klimawandel und seine Auswirkungen anhand von 4 Ausschnitten sichtbar. Jeder Ausschnitt steht für einen Aspekt der klimatischen Veränderungen, die der Planet aktuell durchläuft: Extreme Kälte, hohe Niederschlagsmengen, Bodenerosion und dessen Endresultat.

Um dies zu visualisieren, habe ich in 4 Kisten den Schriftzug „HOPE“ ausgepflanzt. Die erste Kiste ist kalt und winterlich – dennoch sprießen durch die Schneedecke zaghaft Schneeglöckchen hervor. In der zweiten Kiste wächst Gras, denn es gibt auch Regionen, die vom Klimawandel profitieren und sich plötzlich wieder in fruchtbare Flecken verwandeln. Die dritte Kiste thematisiert die Gefahr der Bodenerosion, die ganze Landstriche zu Wüsten macht. Deshalb  wachsen hier nur ein paar Disteln und Wüstengräser in Nachbarschaft zu sonnengebleichtem Holzstücken aus dem sandigen Boden. Die vierte und letzte Kiste steht für Ende und Anfang der Entwicklung zugleich. Karstiges Vulkangestein ist alles, was die Erosion mancherorts übriggelassen hat. Karstiges Vulkangestein war es aber auch, auf dem vor Jahrmillionen erstes Leben entstand. Erstes Leben in Form von ein paar genügsamen Flechten und Moosen, die noch immer existieren und uns wohl auch überdauern werden.

Mit meiner Installation möchte ich zum Ausdruck bringen, dass das Klima die Natur fortwährend und unaufhaltsam verändert. Wir müssen anfangen (oder wieder lernen), mit der Natur zu leben und nicht gegen sie zu arbeiten. Trotz aller Extreme und Widrigkeiten ist Leben überall möglich. Deshalb gibt es und daraus erwächst in meinem Werk Hoffnung.

Tags: installation

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growing hope
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